Kontakt

Digitalisierung durch agile Unternehmensorganisation: Was SupplyOn zum digitalen Vorreiter macht

Wenn ein Unternehmen erkennt, dass sich die Welt, die Gesetze des Geschäftemachens und der Unternehmenskultur verändern, beginnt es seine Arbeitsweise zu hinterfragen und neue Lösungswege zu finden. Vor dieser Herausforderung stand auch SupplyOn, ein deutscher Mittelständler, der Cloud- und Netzwerk-Lösungen für Unternehmen anbietet. Seine Antwort auf die Digitalisierung: agiles Arbeiten. Wir verraten in diesem Artikel, wie es dem Unternehmen gelungen ist, sich so digital zu wandeln und mit den „SAFe“-Prinzipien komplexe Projekte erfolgreich umsetzen. 

 

Beim vierten Experten-Talk zu unserer Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ erzählte Dr. Stefan Brandner, Vorstand der SupplyOn AG, wie er und seine Kollegen es geschafft haben, funktionale Grenzen zu überwinden und die Transformation zu flexiblen und reaktiven Entwicklungsprozessen zu meistern. Der Königsweg: Das Unternehmen hat eine agile Unternehmensorganisation etabliert und Mitarbeiter auf allen Ebenen strategisch in die Veränderungsprozesse miteinbezogen. Unternehmensweit kommt bei SupplyOn nun die SAFe-Methode zum Einsatz – die Abkürzung steht für Scaled Agile Framework und beschreibt eine Art Leitfaden für agiles Arbeiten 

 

Technologische Innovationen erfordern konsequente Selbstoptimierung   

Als Anbieter von Software-Lösungen, mit denen Kunden die digitale Transformation in ihrem Unternehmen voranbringen können, weiß SupplyOn, wie wichtig Flexibilität und Reaktionsfähigkeit im digitalen Zeitalter sind. Der bayerische Mittelständler verbindet weltweit mehr als 65.000 Unternehmen über eine zentrale Cloud-Plattform, die ein intelligentes Supply Chain Management ermöglicht und insbesondere Kunden der Mobilitäts-, Ingenieurs- und Elektronikbranche dabei hilft, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren. Der stetige Fortschritt neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain eröffnet nicht nur für die Produktentwicklung der Kunden neue Möglichkeiten, sondern auch für die Steuerung komplexer Unternehmensprozesse. Es macht das Managen der Digitalisierung aber auch immer herausfordernder, so Dr. Stefan Brandner in unserem Gespräch. „Die hohe Innovationsgeschwindigkeit erfordert eine kontinuierliche Verbesserung. Deshalb müssen auch wir unser Vorgehen immer wieder in Frage stellen und uns neu erfinden.“ 

 

 

ads

 

 

SupplyOn reagiert mit SAFe“ auf die Umbrüche der Geschäftswelt  

Um für seine Kunden nicht selbst zum Bremsklotz zu werden, so beschreibt es Dr. Stefan Brandner, musste auch SupplyOn sicherstellen, dass es in der eigenen Strategie und Technologie-Roadmap die richtigen Prioritäten setzt. Deshalb hat das Unternehmen seine Ansätze grundlegend hinterfragt:  

  • Ist es der komplexer werdenden Welt noch gewachsen?  
  • Kann es schnell genug auf sich verändernde Marktanforderungen reagieren und neue Features implementieren, ohne an Qualität einzubüßen?  
  • Und vor allem: Verstehen auch die eigenen Mitarbeiter die Unternehmensstrategie und übergreifenden Zusammenhänge im Kontext ihrer persönlichen Arbeit? 

Letztendlich wurde deutlich, dass die bislang stark zerstreute Entwicklungsmaschine mit vielen Netzwerkpartnern, Teams und Aufgabenbereichen einen gemeinsamen Rahmen brauchte, der eine schnellere Interaktion und effiziente Kommunikation ermöglicht.  

 

Die Antwort auf diese Erkenntnis hieß „SAFe“, das Scaled Agile Framework. Es umfasst ein fünfteiliges Set von grundlegenden Prinzipien, Kernkompetenzen und Best Practices, die eine Art Leitfaden bieten, um agile Methoden im Geschäftsalltag zu adaptieren. Auf Basis der sogenannten Lean-Agile-Prinzipien soll es vor allem großen Firmen ermöglichen, die Gefahren für den Erfolg komplexer Projekte so gering wie möglich zu halten und Produkte schneller auf den Markt zu bringen.  

Die agilen Prinzipien haben vor allem ein Ziel: Die Zusammenarbeit zwischen den Teams zu unterstützen und die verschiedenen Zyklen auf übergeordneten Ebenen zusammenzubringen. 

 

Einbindung der Mitarbeiter ist tragender Faktor der Erfolgsstrategie 

Fest stand für SupplyOn, dass das Potenzial der eigenen Mitarbeiter signifikant zum Erfolg der neuen Lösungswege beiträgt. Keiner von ihnen sollte auf der transformierenden Reise zurückgelassen werden. Auf eine effiziente Teamarbeit und ein Miteinander auf Augenhöhe wird im gesamten Unternehmen seit jeher Wert gelegt. Die Einführung von SAFe hat die Teamarbeit auf ein neues Level gehoben. Vierteljährlich treffen sich Mitarbeiter und Entwicklungspartner bei einem Planungsevent, das die Weichen für die agile Softwareentwicklung stellt. Bei diesem „Program Increment (PI) Planning“ wird das Vorgehen der kommenden drei Monate geplant. Indem die Mitarbeiter aktiv in die Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse einbezogen werden, verstehen sie sich als Teil der Unternehmensstrategie und entwickeln einen eigenen Antrieb, aus Innovationen einen messbaren Mehrwert für die Kunden zu generieren. Durch ein gemeinsames Teamevent kommen bei den PI-Plannings neben der Arbeit auch der Spaß und die Gemeinschaft nicht zu kurz. 

 

Keine Angst vorm Scheitern: Mut wird auf der transformierenden Reise belohnt 

Durch die Einbindung und Mitverantwortung lernen Mitarbeiter nicht nur, Prioritäten zu setzen und Risiken zu erkennen, sondern auch Rückschläge zu verkraften und erarbeitete Ansätze erneut zu justieren. Mutig sein“ lautet eine zentrale Empfehlung von Dr. Stefan Brandner. Man müsse „springen“ und eine temporäre Verunsicherung – vielleicht sogar Verschlechterung – in Kauf nehmen, um voranzukommen. Gerade bei der Einführung neuer Lösungen sei außerdem wichtig, Probleme zu priorisieren und sich immer nur auf die brennendsten Herausforderungen zu konzentrieren. Bei allen Veränderungsprozessen müsse erst das „Warum“ geklärt sein, bevor es an das „Wie“ und „Was“ geht. Mit einem kleinen, motivierten Team kann man dann fokussiert starten und die Vision mit konsequentem Rückhalt der Geschäftsführung ausbauen.  

Der Experte betont auch, dass das SAFe-Framework die Agilität von SupplyOn erhöht hat, es aber nicht mit der „normalen“, agilen Entwicklung in Unternehmen verwechselt werden dürfe. Viele agile Regelwerke bieten lediglich einen Prozessrahmen für Einzelteams. Sie geben aber keine Empfehlungen, wie ganze Unternehmen agiler werden oder Projekte mit mehreren und größeren Teams realisiert werden können. Das Scaled Agile Framework kombiniert Ansätze aus den verschiedenen agilen Methoden wie Scrum, Kanban und Extreme Programming. 

Während es beispielsweise im Scrum-Modell Entwickler, Product Owner und Scrum Master gibt, kommen beim SAFe noch weitere Rollen und Zuständigkeiten hinzu. So eignet sich SAFe in besonderem Maße für komplexe Projekte, bei denen viele größere Teams auf unterschiedlichen Ebenen zum Einsatz kommen. 

 

Digitale Vorreiter: Erfolgstipps vom Mittelstand für den Mittelstand  

Der Change Prozess hin zum agilen, digital transformierten Unternehmen ist herausfordernd, aber lohnt sich, sagt Dr. Stefan Brandner. Mit dieser Erfahrung ist SupplyOn nicht allein. Es bestätigt die Ergebnisse unserer Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand  Die Quellen der digitalen Dividende“, bei der wir in Zusammenarbeit mit dem Berater-Netzwerk Mind Digital und der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) 1.000 mittelständische Top-Unternehmen in Deutschland zu ihrer digitalen Erfolgsstrategie befragt haben. Die Ergebnisse unserer Untersuchung mit weiteren konkreten Handlungstipps vom Mittelstand für den Mittelstand finden Sie in unserem Studienbericht, den Sie jetzt kostenlos anfordern können.